Incura ― Incura II

Incura, Gatlin Fitzgerald, Phil Gardner, Kyle Gruninger, Jim McLaren, Jono Olson, Incura II Albumrezension

Schon eine ganze Weile hab’ ich mit dem Gedanken gespielt, meine Musikliebe und Fangirlandwandlungen in diesen Blog mit einfließen, und euch somit (un)regelmäßig an Neu- und Wiederentdeckungen großartiger (natürlich völlig subjektiv betrachtet) Werke & Bands aus den Bereichen, Rock, Metal, Punk & Folk (und allem dazwischen) teilhaben zu lassen.
Jetzt wo endlich, endlich Incura, eine von mir seit einigen Jahren sehr gefeierte Band (danke an dieser Stelle an Lilith, die mir dieses Video zeigte & mich süchtig machte), ihr zweites Album heraus gebracht haben, ist denke ich ein guter Zeitpunkt, um gebührend mit der neuen Blogkategorie “Musik” zu beginnen.

Everything about Incura appears to be as unique as their name, and the deeper you dig, the more you realize how true this sentiment really is. […] Their message is simple; be a leader not a follower. Always question why. Be your own person. […] Their emotional intensity is an empowering release.

-Die Band über sich

Incura ist eine fünfköpfige Band aus Kanada, bestehend aus Gatlin Fitzgerald (Gitarre), Phil Gardner (Schlagzeug), Kyle Gruninger (Gesang), Jim McLaren (Keyboard & Gesang ) und Jono Olson (Bass).
Ihr Musikstil ist nicht eindeutig klassifizierbar. Von  Hard Rock über Prog- & klassischem Rock, bis hin zu wildem, knirschenden Metal ist von allem etwas dabei. Ganz klar ist jedoch: Die Band wird von der Liebe zum Theater inspiriert. “Theatrical Hardrock” ist eine Bezeichnung die mir im Zusammenhang mit der Band einmal unterkam & die ich sehr passend finde.

Zum Album:
Mit “Incura II” präsentiert uns die Band ihr zweites Studioalbum nach dem Debüt im Jahre 2012. Das Album umfasst 10 Titel und weiß zum einen durch eine kraftvollen Klangmischung, bestehend aus harten Gitarren, drückendem Bass und hämmernden Drums, durchsetzt von weichen, gefühlvollen Klavierparts, zu überzeugen. Zum anderen beeindrucken die tiefgehenden Texte, bei denen ich davon ausgehe, dass vor allem Sänger Kyle Gruninger, hier seine Erlebnisse und Gefühle verarbeitet, da er auch auf dem ersten Album Urheber sämtlicher Lyrics war. Genau wissen kann ich es allerdings nicht, da das aktuelle Album bisher nur in digitaler Form bei Bandcamp zu hören und erwerben ist & dort keine weiteren Informationen diesbezüglich zu finden waren.

Tracklist
Titelliste

Wie schon beim ersten Album, ist es auch hier wieder Gruningers ungewöhnliche Stimmfarbe (& Stimmumfang,) welche mich besonders fasziniert und durch die der Sänger die Gefühle in seinen Texten hervorragend dem Zuhörer zu vermitteln weiß.
Auch die Einflüsse aus Theater und Musical sind erneut zu hören, meiner Meinung nach besonders in “Remodel” (Titel 4), durch den Einsatz der Streichinstrumente, sowie in “Living a Lie” (Titel 8).
Besonders hervorheben möchte ich “Help Me Save Myself Tonight” (Titel 5). Hier beweisen Incura, dass sie auch anders können. Die Ballade, zunächst dominiert von weichem Keyboard und Gesang, geht unter die Haut ist dabei aber rockig genug um nicht kitschig zu wirken.
Aufgefallen ist mir auch “This is What You Get” (Titel 6), da es meiner Meinung nach etwas aus dem Gesamtklang des Albums raus fällt, was an sich ja nichts schlechtes sein muss, mich aber auch nach mehrmaligem Anhören immer noch leicht stört.
Das letze Lied des Albums “Condemn the Pollution” dürfte wiederum langjährigen Fans der Band bekannt vorkommen, da es ein Remake des Titels “Condemn” (Swords.Souls.Secrets – EP 2007) ist. Lyrics und Musik wurden hier nicht vollständig aber deutlich verändert, so dass es jetzt zwei Titel gibt, die ähnlich klingen aber doch irgendwie unterschiedlich genug um unabhängig voneinander betrachtet zu werden. Wobei ich persönlich ja doch ein bisschen mehr am ursprünglichen “Condemn” hänge.

Fazit:
Insgesamt finde ich, dass bei “Incura II” im Vergleich zum ersten Album der Band eine deutliche Veränderung zu hören ist. Nicht im  Musikstil an sich, der ist ganz klar Incura! Vollgepumpt mit reiner Energie und Texten voller Gefühle, wie ich das vom ersten Album und den EPs kenne. Alles in allem wirkt die Musik aber deutlich gereift und etwas geschliffener. Die Band scheint noch mehr (zusammen) gewachsen zu sein.
Als Fan hat sich die lange Wartezeit auf Incura II definitiv gelohnt (jetzt muss es nur noch als CD erhältlich sein, bitte danke) und allen Hardrock-Liebhabern kann ich sowohl das Album als auch die Band nur ans Herz legen!

 


Hier kommst du an die Musik:
Offizielle Website  | Bandcamp | | YouTube | Spotify

 

10 thoughts on “Incura ― Incura II

  1. Also ich bin kein Fan von Metal, aber ich finde es toll, wie du die Musik so schön beschreibst! Wie eine Wein-Verkostung. Das Cover sieht auch ziemlich abgefahren aus.

    Liebe Grüße

    Liked by 1 person

    • Huhu, ist in dem Fall auch eher Hard-Rock als Metal ;)
      Danke, das ist ein ziemlich cooles Kompliment. :D
      Oder? Ich liebe das Cover :3
      Liebe Grüße!

      Like

  2. das cover sieht cool aus, allerdings ist die Musikrichtung garnicht mein Geschmack
    Den Beitrag finde ich dennoch gut geschrieben und die Band hast du schön vorgestellt :)

    Liked by 1 person

  3. Das Cover finde ich echt Mega. Aber die Band selber, kenne ich nicht. Werde nachher mal in ruhe da reinhören und bin über dein Musikgeschmack sehr gespannt ;). Es wäre mir eine Freude, wenn du mehr Musik einbindest und bin gespannt, wie unterschiedliche die Sänger und Bands sind.

    Alles liebe

    Liked by 1 person

  4. Ich steh ja auch auf metal alternative Rock etc. Aber die Stimme von dem Frontmann von incura gefällt mir ganz und gar nicht. Finde es aber immer spannend wenn auf Blogs Lieblingslieder und Bands vorgestellt werden. Da findet man manchmal paar Schätzchen. Ich mach das auch ab und zu. Also weiter so 😊

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